
Petrichor
von Finn Fiege, Michael KitzhöferDrama,
30 Minuten
Als sich die Wohnung in ein Papierdrachenmeer verwandelt, steht Tjarg vor der Herausforderung, für seinen kleinen Bruder da zu sein.
Länge: 8 Minuten
Genre: Drama
Tjarg (16) hat es satt, dass die Trauer seines Bruders alles vereinnahmt. Zuerst deren Familienleben, nun deren Wohnung: Denn um sich an ihre kürzlich verstorbene Mutter zu erinnern, bastelt Eik (8) Papierdrachen. Bis die eines Tages ihr zuhause überfluten; kleine und große, omnipräsent und knall orange, so dass Tjarg ihnen nicht mehr ausweichen kann. Als der Nachmittag zwischen den beiden Brüdern in einem Streit eskaliert, versucht Tjarg sich und seinen Gefühlen Platz zu schaffen – indem er alle Drachen über das Balkongeländer schmeißt.
Regiekommentar
Drachenfangen ist nicht nur ein Film über Trauer, sondern von Missverständnissen und unausgesprochenen Gefühlen, die entstehen, wenn junge Menschen ein gemeinsames Schicksal unterschiedlich durchleben.
Im Zentrum steht Tjarg. Sein neuer Alltag ist ein fragiles Konstrukt aus innerer Unruhe und den Bedürfnissen seines kleinen Bruders. Nah und ungefiltert folgen wir ihm, spüren, wie der Schmerz ihn von innen auffrisst – während der kleine Bruder seine Gefühle nach außen drängt. Die Drachen verkörpern das dominierende Gefühl: Schmerz, Hilflosigkeit ohne Ausweg. Orange bestimmt die Bilder – als Farbe der Erinnerung und Überforderung.
Der Film ist ein kurzer, intimer Blick auf einen Teenager – und auf die Hoffnung, gemeinsam mit seinem kleinen Bruder durch schwere Zeiten zu finden, auch wenn der Weg unmöglich scheint.
Datum: am 11.06.26 um 19:00 Uhr
Location: Open-Air-Kino St. Ingbert
Stabliste
Regie: Anna Niebert
Produktion: Lena Sophie Daun, José Santisteban
Cast: Nico Marischka, Xavi Ziegler-Ribero
Drehbuch: Darlien Schürmann
Bildgestaltung: Laura Köhler
Szenenbild: Clara Dörholt
Sounddesign: Timo Kleinemeier
Maske: Hana Helac, Kerstin Becker-Riegler
Kostüm: Katharina Schweizer
Edit: Imanuel Thiele
Während man beim Filmemachen viel unter Druck steht, sich vergleicht und sich oft hinterfragen muss, darf man nicht den Spaß dabei verlieren/vergessen!
Biographie
Nach ihrem Studium an der Fachhochschule Salzburg in MultiMediaArt – mit der Spezialisierung in Film – arbeitete sie als Produktionskoordinatorin und Produzentin für Werbefilm und Musikvideos in Los Angeles. Anschließend fand sie ihren Weg als Produktionskoordinatorin und Producerin zum Kinospielfilm und arbeitete in diesen Positionen für zwei Jahre in Berlin. Doch der Wunsch, irgendwann als Regisseurin zu arbeiten, wurde immer größer. Diesem folgt sie nun seit 2021 und studiert an der Filmakademie Baden-Württemberg Szenische Regie.

von Finn Fiege, Michael KitzhöferDrama,
30 Minuten

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