Ein letzter Morgen, zwei Pässe und das Schweigen dazwischen. Doch wie verabschiedet man sich von einem Ort, an dem man nie willkommen war?

Länge: 11 Minuten
Genre: Drama

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Wohin gehen wir eigentlich, wenn alle ihr Land zurück wollen? Mimi weiß es nicht, doch ihre Partnerin Eli begleitet sie trotzdem ins Ungewisse.
Ein Film über kollektive Schuld und das, was zwischen zwei Menschen bleibt, wenn ein ganzes Land wegsieht.

Regiekommentar

Sinkflug entstand aus einem Gefühl der Sprachlosigkeit. Aus einer Hilflosigkeit angesichts einer politischen Realität, in der Unrecht systematisch geschieht – und trotzdem kaum jemand hinschaut. Wir wollten einen Film machen über genau diesen Blick: Was bedeutet es, Teil eines Systems zu sein, das Menschen entmenschlicht – und wie fühlt sich das aus der Nähe an? Sinkflug ist ein Film, der von einer Beziehung getragen wird – und doch geht es um weit mehr. Um Schuld, um Mitläufertum, um das komplexe Zusammenspiel von Liebe und Verrat. Um das Schweigen zwischen zwei Menschen, das plötzlich politisch wird. Es zeigt keine rein dystopische Welt, sondern eine sehr gegenwärtige: Die Zukunft ist keine Metapher – sie ist die Fortsetzung dessen, was jetzt geschieht. Mit großem Respekt vor der Realität, die diesen Film berührt, wollten wir einen Raum schaffen, der nicht belehrt, sondern nachfühlen lässt. Und vielleicht so ein anderes Hinsehen ermöglicht.

Pressematerial
Bildnachweis Filmstills:
Bildnachweis Regiefoto:
Die Bilder und Texte dürfen im Rahmen der Berichterstattung über das Festival kostenfrei verwendet werden.
Sprachlos

Datum: am 13.06.2026 um 16:00 Uhr
Location: Kinowerkstatt St. Ingbert

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Stabliste

Regie: Hoàng Quỳnh Nguyễn
Produktion: Deborah Walkling
Cast: Nina Niknafs, Berit Vander, Mark Waschke
Drehbuch: Hoàng Quỳnh Nguyễn, Fanny Scarlet Rocha Bayer
Bildgestaltung: Daryna Snizhko
Szenenbild: Anna Lee Engert
Sounddesign: Josua Bauer
Maske: Maya Lee Hainsfurth, Malena Kolbinger, Emma Liebich
Kostüm: Mawuena Mertz
Edit: Ceren Yilmaz
Musik: Sophie Rothbarth
Jemand, der immer an euch geglaubt hat: Anna de Paoli

Was ich anderen Filmschaffenden gerne mitgeben würde:


Trotz der schwierigen politischen Lage müssen wir weiter kritische Filme machen, auch wenn es oft aussichtslos scheint. Sinkflug traf immer wieder auf Stimmen, die den Film nicht verstanden haben oder ihn als zu satirisch empfunden haben, doch was für die einen Satire ist, ist für die anderen eine Lebensrealität. Besonders marginalisierte Filmemacher:innen sind dieser Kritik oft ausgesetzt. Wir wollen andere dennoch ermutigen, ihr seid nicht allein!

Biographie

Hoàng Quỳnh Nguyễn wurde 1997 in Hanoi geboren und wuchs in Rostock auf, wo sie ihre ersten Berührungspunkte mit dem Filmemachen hatte. 2017 zog sie nach Berlin, um Kommunikationsdesign zu studieren, gründete das dänisch-deutsche Filmfestival „48h of Hygge“ und schließlich ihre eigene Produktionsfirma „DEADSAID FILMS“. Seit 2023 studiert sie Filmregie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.

Social Media
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Triggerwarnung: Diskriminierung, Rassismus, Fluchterfahrung

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