
Club der bunten Ratten
von Pina BeresKomödie,
15 Minuten
Was passiert, wenn einen der Schmerz, den man versucht im routinierten Alltag zu ersticken, einholt und schließlich wieder gegenübersteht?
Länge: 3 Minuten
Genre: Musikvideo
Das Musikvideo zu Stina Holmquist – Try erkundet den Moment, in dem verdrängter Schmerz den scheinbar funktionierenden Alltag durchbricht. In reduzierten, klar komponierten Bildern begegnet Stina einer Version ihrer selbst, die sie längst hinter sich glaubte. Eine Schauspielerin verkörpert diese frühere Identität und schafft eine bewusste Distanz, die den inneren Konflikt sichtbar macht. Wiederkehrende Irritationen – zerbrochenes Geschirr, das beiläufig in alltägliche Situationen eingebettet ist – spiegeln emotionale Bruchstellen wider. Zwischen Routine und Rückblick entfaltet sich kein lineares Narrativ, sondern ein introspektiver Prozess des Wiedersehens und Loslassens, in dem Erinnerungen wie Fragmente an die Oberfläche treten.
Regiekommentar
Bei diesem sehr persönlichen Song der Sängerin Stina Holmquist war es wichtig, einen projektübergreifenden Raum zu schaffen, in dem sie sich sicher und wohl fühlt. Um dem hoch emotionalen Thema dennoch mit etwas Abstand zu begegnen, haben wir uns dazu entschieden, das Ganze durch eine gewisse Distanz zu erzählen, in Form einer Schauspielerin. Stina begegnet einer Version ihrer selbst, die sie mittlerweile hinter sich gelassen hat. Es wirkt so, als erzähle sie den Zuschauenden ihre Geschichte, gleichzeitig kommen ihre Gedanken in Form von sehr klaren Bildern wieder hoch. Immer wieder tauchen Irritationen in Form von zerbrochenem Geschirr auf, das wie selbstverständlich im Alltag verwoben ist.
Datum: am 11.06.26 um 23:00 Uhr
Location: Open-Air-Kino St. Ingbert
Stabliste
Regie: Béla Can Leon
Produktion: Milla Kryszohn, Kira Rosendahl
Cast: Jehan Ahrari, Stina Holmquist
Drehbuch: Béla Can Leon, Stina Elenor Jebavy
Bildgestaltung: Yannic Kötter
Szenenbild: Johanna Heep
Kostüm: Sophie Roecker
Edit: Louis Herr
Musik: Stina Holmquist
Habt Spaß, achtet auf euch und eure Mitmenschen, die in euren Produktionen involviert sind und seid so persönlich wie möglich in euren Arbeiten! Seid privat, gießt euren Schmerz, eure Wut, eure Euphorie in eine kreative Form. Verwundbarkeit wird immer belohnt. Erlaubt euch zu scheitern, gebt Fehlern einen Raum. Und zu guter Letzt: Träumt immer groß! Klingt wie ein Kalenderspruch, aber ist super wichtig.
Biographie
Béla Can Leon, geboren und aufgewachsen in Duisburg, studierte Film und Fotografie mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit in Köln. Bereits während des Studiums realisierte er Kurzfilme als Regisseur und Autor, die auf Festivals gezeigt wurden. Seine Arbeiten verbinden autobiografische Bezüge mit den Themen Selbstfindung und Erwachsenwerden. Neben der Entwicklung seiner ersten eigenen Serie mit der bildundtonfabrik, mit der er 2024 zwei Hauptpreise beim Seriencamp Festival gewann, arbeitet er als Konzepter für Elastiqué, wtf und btf. Als Freelancer entwickelt er mit hagermoss Film die Dramedy-Serie Heiße Milch mit Honig (AT). Zudem ist er als Schauspieler tätig und war u. a. im Tatort Köln zu sehen.

von Pina BeresKomödie,
15 Minuten

von Lars BürmannDrama/Horror,
21 Minuten

von Jakob Müller BouhlouKomödie,
23 Minuten