Yasmin (28), erschöpfte Notfallsanitäterin und alleinige Versorgerin, nimmt ihre kleine Schwester heimlich mit – und gerät bei einem Einsatz in Gefahr.

Länge: 22 Minuten
Genre: Drama

Yes

Yasmin arbeitet als Notfallsanitäterin und kümmert sich zuhause um ihre kranke Mutter und ihre neunjährige Schwester Ayla. Als ein Kollege ausfällt, übernimmt sie aus Geldnot eine zusätzliche Schicht. Die Einsätze häufen sich, Yasmins Erschöpfung wächst, sie macht ungewohnte Fehler. Als sie Ayla vom Training abholen muss, nimmt sie sie kurzerhand im Rettungswagen mit – nur für ein paar Minuten, bis nach Hause. Doch dann kommt ein Notruf: Reanimation. Yasmin fährt los, Ayla immer noch im Fahrzeug. Auf dem Weg verliert sie die Kontrolle über den RTW; ihr Beifahrer wird schwer verletzt. In einem Moment kippt alles: Yasmin wird zur eigenen Patientin – und steht vor den Trümmern ihrer Verantwortung.

Regiekommentar

„Und wenn sie sich umbringen will – ich halt sie nicht auf.“ Mit diesen Worten geht die Triageschwester rauchen und lässt mich, Praktikanten in einer großen Notaufnahme, mit einer suizidalen Patientin allein. Ich versuche ruhig zu bleiben, scheitere – bis der Chirurg kommt: wortlos, Kaugummi kauend, näht er sie, während sie weinend nach ihrer Mutter ruft. Da wurde mir klar, wie sehr Beschäftigte im Gesundheitswesen abstumpfen müssen, um zu überleben. Nicht sie sind das Problem – das System ist es: Überlastung, Personalmangel, Bagatelleinsätze. Als Rettungssanitäter habe ich erlebt, wie das „112-Taxi“ den Rettungsdienst an den Rand des Kollaps bringt. Trance macht diese Realität erfahrbar: Yasmins Kampf zeigt die psychische Überlastung – ihr Zusammenbruch spiegelt das drohende Systemversagen.

Pressematerial
Bildnachweis Filmstills:
Bildnachweis Regiefoto:
Die Bilder und Texte dürfen im Rahmen der Berichterstattung über das Festival kostenfrei verwendet werden.
Verschachtelt

Datum: am 11.06.26 um 21:00 Uhr
Location: Open-Air-Kino St. Ingbert

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Stabliste

Regie: Jona Schloßer
Produktion: Hanna Martensen, Sophia Beatrice
Cast: Anna Bardavelidze, Philip Günsch
Drehbuch: Amar Mehmedivoc, Co-Autor: Jona Schloßer
Bildgestaltung: Jona Riese
Szenenbild: Lena Lallinger, Annalisa Urban
Sounddesign: Timo Klabunde
Maske: Lea Daniels
Kostüm: Teresa Grosser
Edit: Katharina Jung
Musik: Hannes Ohde

Was ich anderen Filmschaffenden gerne mitgeben würde:


Biographie

Jona Schloßer ist Filmemacher mit starker erzählerischer Stimme und visueller Sensibilität. Bereits mit 16 drehte er den abendfüllenden Dokumentarfilm „My Big Journey“ (2018). Er arbeitete anschließend bei diversen Spiel- und Serienproduktionen, u. a. als künstlerische Assistenz von Dominik Graf. Seine frühen Kurzfilme („Verzeih mir, Vater“, „Allein“) liefen international (u. a. LA Shorts) und wurden mehrfach mit dem Deutschen Jugendfilmpreis ausgezeichnet.
Seit 2021 studiert Jona Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Dort entstanden „Vor mir die See“ (nominiert bei In The Palace 2025) sowie der Social Spot KUNYE (Deutscher Werbefilmpreis, Silber bei den 1.4 Awards). Sein neuester Film Trance, eine Koproduktion mit dem SWR, wurde Ende 2025 fertiggestellt und startet nun seine Festivalreise.

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Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Triggerwarnung: Blut

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