Bundesfestival junger Film

ZOE

Leif Brönnle

Eine junge Frau ohne Identität und Erinnerung, zwei Wissenschaftler und eine Reihe von Tests, die sie alle an ihre psychischen Grenzen bringen…

Länge: 17 Minuten
Genre: Science-Fiction

Eine makellose junge Frau ohne Erinnerungen erwacht eingesperrt in einem tristen Betonraum. Als sie desorientiert versucht einen Überblick über ihre Lage zu bekommen, wird zu ihr über einen Lautsprecher Kontakt aufgenommen. Dabei wird sie lediglich mit der Zahl 17 angesprochen.
Die Stimme gehört zu Dr. Georg Lem, einem konzessionslosen Wissenschaftler der Firma AC-Technologies, welcher mithilfe seines Assistenten Jakob Fischer eine Reihe von Tests an ihr durchführen soll. Die Versuche laufen dabei stets nach dem gleichen Schema ab: 17 muss innerhalb eines gesetzten Zeitlimits einen roten Button drücken. Was sich zunächst nach einer simplen Aufgabe anhört, wird nach und nach zu einer regelrechten psychischen Tortur, die ihren Höhepunkt findet, als 17 im letzten Test über Leben und Tod zweier Unschuldiger bestimmen muss.

Im Laufe der Tests beginnt Jakob Sympathie für 17 zu empfinden und er gibt ihr den Namen Zoe. Mit steigender Grausamkeit der Aufgaben entwickelt er aber Skrupel gegenüber den Methoden seines Kollegen, weshalb er schließlich die Testreihe abbrechen will, was Georg aber vereiteln kann.
Nachdem 17 den finalen Test absolviert hat, offenbart sich, was hinter den Versuchen steckt: Das gesamte Projekt ist eine Simulation, um den Prototypen einer künstlichen Intelligenz zu prüfen. In den Tests wurden Schauspieler und Schreckschusswaffen benutzt, um Prototyp Nr. 17 in eine Extremsituation zu bringen und herauszufinden, ob in ihr mehr als nur die Summe ihrer Programmierungen steckt.

Fabian Wildgrube 

Regiekommentar

ZOE ist ein Kurzfilm, dessen Grundidee auf Philippa Foots „trolley problem“ basiert und sich mit dem menschlichen Verhalten in moralischen Extremsituationen befasst. Dabei steht jedoch nicht nur das ethische Dilemma im Vordergrund, sondern viel mehr die, noch weiter gefasste, Frage was das Menschsein im Kern eigentlich ausmacht.
Der Kurzfilm beleuchtet diese Frage stark in Bezug auf modernen, digitalen Zeiten, in der ein humanes Handeln bei bspw. selbstfahrenden Autos und aufkommender künstlicher Intelligenz ein hochaktuelles Thema ist.

Wir haben als kleines Team junger Filmemacher mit geringen Budget ein beklemmendes und schockendes Kammerspiel erschaffen, das die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die Mittelpunkt eines Experiments zweier Wissenschaftler wird, welches sie an ihre psychischen Grenzen bringt und schlussendlich vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe stellt.

Eine große Inspiration waren für uns dabei Filme von Alex Garland und Eric Heisserer, sowie die Ideen und Werke von Science Fiction-Pionieren, wie Isaac Asimov und Philip K. Dick, welchen wir auch durch unser Setting Tribut zollen.

Wir zielten mit ZOE weniger darauf ab einen düsteren Sci-Fi-Thriller zu drehen, sondern viel mehr eine Thematik anzuschneiden, die den Zuschauer auch nachhaltig zum Nachdenken anregen soll.

„Science fiction is about using speculative scenarios as a lens to examine the human condition“
Ted Chiang (Autor von „Story of your life“)

Ein Blick durchs Fenster
Datum: 30.05.19 um 21:00
Location: Stadthalle St. Ingbert


Eintritt:
Tagespass

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Stabliste

Regie: Leif Brönnle
Cast: Anfisa Hill, Philip Birnstiel, Helmut Schorlemmer
Produktion: Fabian Wildgrube, Leif Brönnle, Tobias Voglhuber
Drehbuch: Leif Brönnle
Bildgestaltung: Fabian Wildgrube
Musik: Marc Förste

Biographie

Leif Brönnle (geb. 1995) gründete nach seiner Schauspielausbildung an der „ISSA“ (München) zusammen mit Fabian Wildgrube Ratatøsk Productions. Sein Kurzfilmdebut Ratten wurde im November 2015 gedreht und seitdem hat Leif mehrere Drehbücher entwickelt, darunter auch seinen neuesten Kurzfilm ZOE.

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