La Bestia – Train of the Unknowns

Manuel Inacker

Ein Weg. Ein Zug. Ein Ziel. Porträt über eine Notunterkunft für Migranten, die mit dem Güterzug „La Bestia“ Richtung Norden reisen wollen.

Länge: 23 Minuten
Genre: Dokumentarfilm

Ein Transitort im Niemandsland vor den Toren Mexiko Citys. Migrierende aus Zentralamerika finden hier für ein paar Tage ein sicheres Zuhause. Die, die erschöpft einkehren, erhalten einen Schlafplatz, Nahrung und einen Rosenkranz vom ortsansässigen Priester. Die Routine ist trügerisch, und so ist die Hoffnung: Immer in Sichtweite ist „La Bestia“, ein gewaltiger Frachtzug, auf den die Reisenden springen und der sie nach wochenlanger Reise über tausende Kilometer an die Grenze bringen soll. Die, die weiterziehen, verharren oft stundenlang am Wüstenrand und verstecken sich vor der Mafa, der Polizei und den Securites der Bahn. Niemand weiß, wann der nächste Zug eintrifft.Der Sprung auf den Güterwagon rückt sie näher an ihr Ziel und birgt ein lebensgefährliches Risiko.

 

Regiekommentar

Seitdem die USA innerhalb der letzten Jahre ihre Einreisegesetze verschärft und die Deportationen um ein Vielfaches zugenommen haben, läuft ein neuer Riss durch unzählige (post-)migrantische Lebensentwürfe: Niemand weiß mit Sicherheit, ob er oder sie es über die Grenze schafft. Und Niemand möchte daran denken, hinter der Grenze erwischt zu werden. Mehrjährige Haftstrafen drohen für wiederholte Einreiseversuche, die meisten belassen es nicht beim ersten Versuch. Viele der lateinamerikansichen Migranten wurden in ihrem Heimatland ausgebeutet, viele sind vertrieben worden. Auf meiner Reise nach Mexiko im Jahr 2017 häuften sich die Geschichten von denjenigen, die erst kurz zuvor deportiert worden sind und nun ihr Leben riskieren, um in die USA zu ihren Familien zurückzukehren.
Es wird klar: Die Geschichte der Migration ist vor allem eine Geschichte der Notwendigkeit.

Gemeinsam einsam
Datum: 01.06.19 um 10:00
Location: Kinowerkstatt St. Ingbert


Eintritt:
Tagespass

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Die Filmschaffenden im Filmtalk:

Stabliste

Regie: Manuel Inacker
Produktion: Nicole Jatta, Karla Stöhr
Bildgestaltung: Falco Selgier
Sound: Sebastian Sánchez
Editing: Laura Espinel
Ein Mensch, der immer an euch geglaubt hat: Priester Horacio, Protagonist des Films und Chef der Casa del Migrante

Biographie

Manuel Inacker, ist ein deutscher Regisseur mit kroatischen Wurzeln. Manuel absvolierte einen Bachelor in Politik, Soziologie und Philosophie an der Universität Erfurt sowie in Istanbul. Seit 2014 studiert er Spiel- und Dokumentarfilmregie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.

Pressematerial
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