Schallner

Am Pissoir einer Jazzbar findet ein Mensch seinen Heiligen – er ist auserkoren als Bassträger und persönlicher Lakai der Jazzlegende Schallner.

Länge: 7 Minuten
Genre: Tragikomödie

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Jede große Persönlichkeit braucht einen leibeigenen Lakai. Vor allem als Kontrabasssist braucht es nicht nur aus praktischen Gründen einen Träger des unhandlichen Instruments –
echte Größen lassen ihre Bässe tragen.
Was als ganz normaler Abend in einer Kölner Jazz-Bar beginnt, wird in der feuchten Wärme eines Kneipenklos zur entscheidenden, zur wegweisenden Nacht im Leben eines Menschen, der sein Glück noch nicht zu ahnen vermag: Er ist auserkoren Bassträger des großen Schallner zu werden – „Ich ging mit Schallner. Ich ging hinter Schallner. Ich bin für Schallner. Sein Instrument. Sein Nachhall.“

Regiekommentar

Interessanter als die Werke großer Künstler selbst, sind ja oft die privaten Details aus den Leben ihrer Erschaffer. Die Unantastbarkeit der Künstleraura vermischt sich mit der Banalität des Alltags. So muss es auch der namenlosen Bassträger empfunden haben, der die Offenbarung seines Lebens nicht etwa dadurch erfährt, das Schallners Musik „etwas mit ihm macht“, wie man so schön inflationär im Künstlermilieu sagt, sondern durch den sprenkelnden Urin, der „wie ein vielfingriger Regen“ seinen Unterleib benetzt. „Ganz durchdrungen von einer plötzlich und endlos einströmenden Sonne“ wird er selbst zum Instrument. Ob man in Schallner eine Knechtschaft sieht oder aber Bilder einer großen Liebe mag jede/r für sich entscheiden.

Pressematerial
Bildnachweis Filmstills:
Bildnachweis Regiefoto:
Die Bilder und Texte dürfen im Rahmen der Berichterstattung über das Festival kostenfrei verwendet werden.
Das Beste aus Horror, Trash und Comedy

Datum: am 08.06.24 um 22:15 Uhr
Location: Open-Air-Kino St. Ingbert


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Stabliste

Regie: Jon Grandpierre
Cast: Selmani Aydin
Julian Walleck
Drehbuch: Jon Grandpierre
Bildgestaltung: Yakob El Deeb
Sounddesign: Paul Ziesche und Constantin Stemmler
Editing: Yakob El Deeb
Musik: Julian Walleck

Was ich anderen Filmschaffenden gerne mitgeben würde:


Biographie

Jon Grandpierre wurde 1996 in Wiesbaden geboren. Nach einem Soziologiestudium an der Goethe-Universität Frankfurt studiert er seit 2020 Mediale Künste an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Er trinkt sehr gerne schwarzen Kaffee bei Ditsch und isst dazu immer mindestens eine warme Brezel. Außerdem ist er die-hard Fan des Fußball-Regionalligisten SV Stuttgarter Kickers.

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Altersfreigabe: keine
Triggerwarnung: keine

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