Die zurückgezogen lebende Noé findet eines Tages eine reglose Androidin im Wald.

Länge: 27 Minuten
Genre: Drama/Science-Fiction

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Die zurückgezogen lebende Noé findet eines Tages eine reglose Androidin im Wald, nimmt sie mit und reaktiviert sie. Es ist der Beginn einer sonderbaren Beziehung. Viel zu spät realisiert Noé, dass die Androidin im Begriff ist, ihre Persönlichkeit zu kopieren.

Regiekommentar

Noé hat sich in ein kleines Waldhäuschen zurückgezogen, um der Trauer über ihre kürzlich verstorbene Schwester Raum zu geben. Bei einem ihrer täglichen Waldspaziergänge stößt sie auf einmal auf die reglose Gestalt einer schwarzen Frau, die mit starren Gliedern und offenen Augen auf dem Waldboden liegt. Ihr Körper ist mit Moos bedeckt, doch sie zeigt keine Spuren von Verwesung. Es ist eine Androidin: ELA. Noé beschließt, ELA mitzunehmen, zu reinigen und ihren Akku aufzuladen. Die Androidin aktiviert sich und will sogleich Freundschaft mit Noé schließen. Doch diese betrachtet ELA nur als Maschine – als äußerst spannende und faszinierende Maschine, aber nicht als Person, mit der sie respektvoll, geschweige denn menschlich umgehen muss. ELA versucht alles, um sie dazu zu bringen, sie als Person wahrzunehmen, und lässt ihr elaboriertes Small Talk Programm gnadenlos ablaufen. Doch es wirkt alles hohl, unpersönlich, einprogrammiert.
Erst als ELA beginnt, Noés Verhalten nachzuahmen, ändert sich deren Haltung. Noé gewöhnt sich zunehmend an die Anwesenheit der Androidin. Sie ist nicht mehr genervt, sondern beginnt, die Gesellschaft zu genießen. Nach und nach taut sie auf und beginnt, über sich zu erzählen. Der vergrabene Schmerz über die schwierige Beziehung mit ihrer toten Schwester kommt an die Oberfläche. Die Gespräche mit ELA haben etwas Befreiendes. Dabei realisiert Noé nicht, wie sehr ELA immer mehr ihre Persönlichkeit kopiert. Auch körperlich verändert sich ELA. Ihre Haare nehmen die Form von Noés Haaren an. Sie sucht sich Klamotten heraus, die Noés Klamotten ähneln. Gestik und Mimik, sowie die Art zu sprechen, kopiert ELA ebenfalls immer perfekter. Erst als dieser Identitätsklau so gut wie abgeschlossen ist, wacht Noé auf und kriegt es mit der Angst zu tun. Wird es von nun an zwei von ihr geben? Oder kommt es zu einem Entscheidungskampf?

Pressematerial
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Datum: am 03.06.22 um 20:00 Uhr
Location: Open-Air Kino St. Ingbert


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Stabliste

Regie: Jerry Hoffmann
Produktion: Stella Flicker
Cast: Melodie Wakivuamina (Ela), Sheri Hagen (Noé)
Drehbuch: Florens Huhn
Bildgestaltung: Lena Katharina Krause
Edit: Julia Kovalenko
Musik: Daniel Sus

Was ich anderen Filmschaffenden gerne mitgeben würde:


Biographie

Mit 18 Jahren hat Jerry Hoffmann seine erste Hauptrolle im gefeierten Spielfilm SHAHADA und ist seitdem ein gefragtes Gesicht. Sein Studium absolviert er in München und Berlin. Schon während der Ausbildung steht er für verschiedene Theaterproduktionen auf der Bühne und wird noch im dritten Jahr als festes Ensemblemitglied ans Maxim Gorki Theater geholt. Weiterhin in hochkarätigen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, entscheidet er sich, ab 2015 vermehrt auch hinter die Kamera zu treten. Als Fullbright-Stipendiat zieht er nach Los Angeles und studiert im Master Film and Television an der Loyola Marymount University. Es folgen Hauptrollen in HEIL (2015) und ABIKALYPSE (2019), Prinz Tanka in DIE HEXENPRINZESSIN (2020) und der suchtkranke Vater im Schweizer Box Office-Hit PLATZSPITZBABY (2020), die immer wieder Auszeichnungen erhalten. Ab 2018 studiert Hoffmann Filmregie an der Hamburg Media School. Seine ersten Kurzfilme, MALL und 90%, laufen international auf Festivals. I Am, ein Science Fiction Arthouse Thriller, wird 2021 für die Student Academy Awards nominiert, mit dem HBOMax Best Short Film Award ausgezeichnet und qualifiziert sich für die Oscars 2022. Er ist Teil der FACE TO FACE Kampagne von German Films. Am 20ten April launcht die türkische Netflix Serie YAKAMOZ S245 global, in der er eine der Hauptrollen spielt. Hoffmann engagiert sich jeher für gesellschaftliche Belange, Gleichberechtigung und Vielfalt.

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Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Triggerwarnung: keine

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