Louanne & Thaïs

Als die zurückhaltende Louanne nach Wien zieht, findet sie in
ihrer selbstbewussten Mitbewohnerin Thaïs eine Freundschaft, die sie so noch
nicht kannte.

Länge: 30 Minuten
Genre: Drama

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Zum ersten Mal zieht Louanne in eine Großstadt. Als sie ihre neue Mitbewohnerin Thaïs kennenlernt, ist sie eingeschüchtert aber fasziniert von ihrer Offenheit. Thaïs nimmt sie mit in ihre Welt, auf Parties und die Bar, in der sie arbeitet und nachdem ein paar Monate vergangen sind, hat sich ein tiefes Vertrauen zwischen den beiden entwickelt. An einem Abend im Hochsommer zieht ein Gewitter auf. Nackt tanzend im Sommerregen wird beiden klar, was sie in einander haben. Sie sitzen in der blauen Morgendämmerung an den Fenstern der Küche und Louanne ist verliebt.
Durch eine unerwartete Konfrontation jedoch endet mit einem Schlag dieser Sommer-Tagtraum. Louanne gesteht ihre Liebe und ist mit ihr allein. Plötzlich ist da kein Sonnenlicht in der Küche mehr – zwischen Louanne und Thaïs herrscht eine höfliche Verdrängung des Ausgesprochenen und eine kühle Gleichgültigkeit. Beide erkennen die größten Schwächen aneinander und sprechen sie aus. Danach ist klar, dass es nur einen Ausweg aus dieser schmerzvollen Situation gibt. Als Louanne mit ihren Taschen aus der Eingangstür tritt, schaut sie ein letztes Mal nach oben und beobachtet noch eine Weile den Zigarettenrauch im kalten Oktoberwind.

Regiekommentar

Im ersten Lockdown hatte ich einen ziemlich schmerzhaften Liebeskummer und meine beste Freundin half mir, ihn zu überwinden. Wir verbrachten viel zeit miteinander und sie hat mir wirklich viel Kraft und Selbstvertrauen zurück gegeben. Nach einer Weile musste ich sehr oft an sie denken und wollte sie immer um mich haben. Sie machte mich einfach so glücklich und ich brauchte nichts anderes als ihre Gegenwart. Dann merkte ich, dass ich eine Liebe für sie entwickelte, die ich vorher nicht gespürt hatte, und ich wusste, dass dies die Geschichte von Louanne und Thaïs sein musste. Ich wollte eine sommerliche Liebesgeschichte erzählen, die die Figuren auf eine Reise zu der Frage mitnimmt, die ich mir selbst gestellt habe und die sich hoffentlich auch der eine oder andere Zuschauer stellen wird: Was ist der Unterschied zwischen Freundschaft und Liebe?

Pressematerial
Bildnachweis Filmstills:
Bildnachweis Regiefoto:
Die Bilder und Texte dürfen im Rahmen der Berichterstattung über das Festival kostenfrei verwendet werden.
Beziehungsweise

Datum: am 07.06.24 um 20:30 Uhr
Location: Open-Air-Kino St. Ingbert


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Stabliste

Regie: Josephine Jeltsch
Produktion: Flora Mair
Cast: Leyla Roy, Emma Meyer, Joseph Mittermeier, Daniel Holzberg, Emese Torma
Drehbuch: Josephine Jeltsch
Bildgestaltung: Benedikt Kaiser
Szenenbild: Anna Reichmayr, Sabine Müller
Sounddesign: Alessio Bertoldi
Maske: Emese Torma, Alexandra Schmidbauer, Vanessa Standhartinger, Victoria Kirchner, Sophie Fischer
Kostüm: Josephine Jeltsch
Editing: Melisa Krasniqi
Musik: Claudio Spagnoli, Moby, Jérémie Machto und Georgy Douchev, Buntspecht, Villalba, Jiminez, Jorge, Gaulouo, Norbert, Da Silva, Resende, Pedro/ Boyer
Ein Mensch, der immer an euch geglaubt hat: Christian Jeltsch, Ruth Gassner, Susanne Porsche

Was ich anderen Filmschaffenden gerne mitgeben würde:


Biographie

Geboren wurde Josephine am 11.06.1998 in München, Deutschland.
Nach ihrem Abitur am Rainer-Maria-Rilke Gymnasium in Icking 2016, machte sie Praktika bei diversen Produktionen und drehte Kurzfilme, die in einer erfolgreichen Bewerbung an der Filmakdemie Wien mündeten. Seit 2018 studiert sie Regie bei Michael Haneke. Als Modulfach hat sie Kamera bei Wolfgang Thaler gewählt.

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Altersfreigabe: ab 0 Jahren
Triggerwarnung: keine, Nacktheit

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