Lovis wird mit einer frischen rechtsextremistischen Schmiererei in der S-Bahn und einer von ihr verdrängten Fratze ihrer Heimat konfrontiert.

Länge: 6 Minuten
Genre: Animationsfilm
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Die junge Lovis fährt von den Bergen nach Hause. Sie blickt aus den Zugfenstern und zeichnet, als sie von einem Touristenpaar angesprochen wird. Im Gespräch mit ihnen wird die Jugendliche mal wieder mit dem Problem der starken rechtsextremen Szene in ihrer Heimat Sachsen konfrontiert. Sie relativiert dieses, entdeckt jedoch als direkte Antwort darauf eine eben solche rechte Schmiererei im Zug und fühlt sich bloßgestellt. Zusätzlich ist diese auch noch frisch, sie wird wütend auf ihre Mitfahrer*innen und steigert sich in Anschuldigungen der Ignoranz. Das Aussteigen an ihrer Haltestelle gestaltet sich zunehmend als Flucht vor der nicht mehr verstummenden Gefahr um sie, bis sie schließlich eben jene Flucht als das Kernproblem erkennt.

Regiekommentar

Die Politisierung junger Menschen ist nicht in jedem Umfeld einfach und selbstverständlich, erst recht, wenn man als friedliebende*r Jugendliche*r in einer Region aufwächst, in der sich der Rechtsextremismus so offen und aggressiv zeigt wie in Sachsen. Am eigenen Leib haben wir das erfahren, erfahren es immer noch und werden es immer wieder erfahren. Doch darüber spotten ist zu leicht und zu gefährlich. Wenn es in Deutschland eine Kraft gibt, die Pragmatismus braucht, dann ist es der Antifaschismus.

Pressematerial
Bildnachweis Filmstills:
Ferdinand Ehrhardt, Elias Weinberger/Teilnehmer·in Bundesfestival junger Film
Bildnachweis Regiefoto:
Die Bilder und Texte dürfen im Rahmen der Berichterstattung über das Festival kostenfrei verwendet werden.
Vor nicht allzu langer Zeit

Datum: am 06.08.21 um 20:00 Uhr
Location: Open-Air Kino St. Ingbert


Eintritt:
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Stabliste

Regie: Ferdinand Ehrhardt, Elias Weinberger
Cast: Ronja Peters
Produktion: Malin Krüger
Drehbuch: Ferdinand Ehrhardt, Elias Weinberger
Sound: Henrike Sommer
Editing: Andreas Bothe
Musik: Hannes Bieber

Biographie

Ferdinand Ehrhardt ist 1999 in Dresden geboren und dort aufgewachsen. Seine Liebe zum Animieren und filmischen Geschichtenerzählen entdeckte er 2014 bei der Mitarbeit am Animationskurzfilm „RUE DES FLEURS“ von seiner Schwester Annegret Ehrhardt und Till Giermann. Auch beim nächsten Animationsprojekt der beiden Filmschaffenden namens „SEALAND“ arbeitete er mit. Der Film gewann beim 31. FILMFEST DRESDEN den Goldenen Reiter des Publikums im nationalen Wettbewerb. Seit Ende 2018 studiert er an der Filmakademie Baden-Württemberg das Fach Animation.
Elias Weinberger ist 1998 in der Nähe von Passau geboren. Er begeistert sich schon sehr lange für das Erzählen von Geschichten, sei es durch Comics, Bücher, Rollenspiele oder Film. Der Animationsfilm ist jedoch das Medium, das ihn am meisten fasziniert. In München hat er einige Monate bei der YouKnow GmbH gearbeitet und Storyboards für Erklärfilme erstellt, unter anderem für Kunden wie Bosch und Hella GmbH. Nach der Aufnahme an der Filmakademie Baden-Württemberg im Jahr 2018 begann er schließlich freiberuflich als Story Artist zu arbeiten und im Rahmen seines Studiums Kurzfilme zu produzieren.

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