Zwei HandwerkerInnen schleifen irgendwo zwischen ländlicher Idylle und dörflicher Tristesse an einer Swastika und wundern sich über die neuen Gäste im Dorf.

Länge: 14 Minuten
Genre: Drama
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Die beiden Handwerker Uli und Didi arbeiten in alltäglicher Routine in ihrer Werkstatt und sinnieren über alte Lehrerinnen, aber auch über die neuen Gäste im Dorf. Sie haben einen außergewöhnlichen Auftrag erhalten: Teile eines KZs auf deutschem Boden zu erbauen – und das im Jahr 2020. Auf der Suche nach Anerkennung für ihre Arbeit geben sie sich keine Blöße und tun ihr Bestes, um den Ansprüchen der Auftragsgeber gerecht zu werden. Denn in der Nachbarschaft dreht eine internationale Filmproduktion einen historischen Film und das Dorf steht Kopf. Kollegen ist das bizarre Aufeinandertreffen einer Brandenburger Dorflandschaft auf die Filmwelt und es schwingt unweigerlich in jedem Frame die Frage mit: Ist das hier völlig normal oder purer Wahnsinn?

Regiekommentar

Kollegen entstand vor allem aus der Frage heraus, wie wir, als „Junge Deutsche“, mit unserer Geschichte umgehen sollen / können / müssen / wollen. Als Filmemacher sind wir zudem in der Verantwortung, Bilder zu schaffen, die für unsere Gesellschaft stehen. Wir haben uns der Frage gestellt und versucht, neue Bilder dafür zu finden.

Pressematerial
Bildnachweis Filmstills:
Jannis Alexander Kiefer/Teilnehmer·in Bundesfestival junger Film
Bildnachweis Regiefoto:
Die Bilder und Texte dürfen im Rahmen der Berichterstattung über das Festival kostenfrei verwendet werden.
Vor nicht allzu langer Zeit

Datum: am 06.08.21 um 20:00 Uhr
Location: Open-Air Kino St. Ingbert


Eintritt:
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Stabliste

Regie: Jannis Alexander Kiefer
Cast: Gisa Flake, Fritz Roth, Gregor Knop, Michael Baral, Elaine Cameron, Frank Albrecht
Produktion: Milena Schäpers
Drehbuch: Jannis Alexander Kiefer
Bildgestaltung: Adam Graf
Sound: Clemens Ruh
Ausstattung: Lucia Eifler, Franziska Herbes, Lara Roßwag, Esther Gabor
Editing: Kathrin Unger
Ein Mensch, der immer an uns geglaubt hat: Kollegen

Biographie

Jannis Alexander Kiefer, in Berlin geboren, durfte mit 15 kein Praktikum bei einem Hubschrauberpilot machen und landete nach schönen Umwegen 2016 an der Filmuniversität Babelsberg, um Regie zu studieren. Seine Filme liefen unter anderem in Clermont-Ferrand, auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis und den Hofer Filmtagen. Sein Kurzfilm „MEETING“ gewann 2020 die Lola. Heute ist er einer Flugangst näher als einem Pilotenschein.

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