Liebe, Pflicht & Hoffnung

Eine arbeitslose Jazzsängerin lässt sich auf eine Affäre mit dem jungen Gerichtsvollzieher ein, der ihre Mietschulden eintreiben soll.

Länge: 29 Minuten
Genre: Drama
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Die Supermarktkassiererin Elisabeth Gramm steckt aufgrund einer gescheiterten Gesangskarriere in finanziellen Nöten. Nachdem ihr gekündigt wird, weil sie einen gefundenen Pfandbon einlöst, droht ihr zuhause auch noch die Zwangsräumung. Die Anstellung bei einem Spätkauf und eine Affäre mit dem Gerichtsvollzieher geben ihr neue Hoffnung. Zeitgemäße Filmadaption von Ödön von Horváths Theaterstück „Glaube Liebe Hoffnung“, das unter dem Titel „Liebe, Pflicht & Hoffnung“ 1936 in Wien uraufgeführt wurde.

Regiekommentar

Die Adaptionsidee des Films besteht darin, zahlreiche erzählerische Motive aus dem Originalwerk aufzugreifen und in die Gegenwart zu übertragen, ohne jedoch an Horváths markanter Bühnensprache (dem „Bildungsjargon“ des Kleinbürgertums) festzuhalten. Liebe, Pflicht & Hoffnung erzählt davon, wie Elisabeth mit ihrem Scheitern umgeht. Sie verarbeitet ihren Misserfolg auf eine sonderbar ambivalente Art und Weise. Einerseits lässt sie den Kopf nicht hängen und andererseits flüchtet sie vor ihren Problemen. Fast scheint es, als würde sie sich für ihr Versagen als Sängerin selbst bestrafen und ein normales Leben abseits des Rampenlichts erzwingen wollen. Doch Elisabeths einstige Fehler rächen sich und ihre Schulden wachsen zu einer Lawine an, die sie zu begraben droht.

Pressematerial
Bildnachweis Filmstills:
Maximilian Conway/Teilnehmer·in Bundesfestival junger Film
Bildnachweis Regiefoto:
Die Bilder und Texte dürfen im Rahmen der Berichterstattung über das Festival kostenfrei verwendet werden.
Wir und die anderen

Datum: am 06.08.21 um 18:00 Uhr
Location: Open-Air Kino St. Ingbert


Eintritt:
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Stabliste

Regie: Maximilian Conway
Cast: Barbara Colceriu, Damir Avdic, Katrin Wichmann, Roman Kanonik, Ilona Schulz
Produktion: Lisa Marie Wischer
Drehbuch: Maximilian Kaufmann
Bildgestaltung: Janis Brod
Sound: Samuel Schwenk, Colin Shaw
Ausstattung: Josephine Calliotte, Julia Schell, Aysche Adawi
Editing: Frederik Bösing
Musik: Felix Römer

Biographie

Maximilian Conway stammt aus der Steiermark und studierte nach der Matura zunächst Architektur an der Technischen Universität Graz. Nach dem Erwerb des „Bachelor of Science“ wandte er sich von der Baukunst ab und dem Filmemachen zu. Nach Wanderjahren in Köln, Hamburg und Berlin gelangte er schließlich nach Potsdam, wo er von 2016 bis 2020 an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF Regie studierte. Seit Herbst 2020 betreibt er ein Masterstudium Regie an der Filmakademie Wien.

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